Bald auch Zensur für “Killerspiele”?
von Gabriel am 19.06.2009
Für die aktuelle Debatte um das Thema Zensur von Inhalten im Netz, das gestern in der Abstimmung des Bundestages kulmininierte (389 Abgeordnete stimmten für das Gesetz, 128 dagegen und 18 enthielten sich) ist kein Ende abzusehen: wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, will der CDU-Bundestagsabgeordnete und baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl
über die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet hinausgehen und hat auch die Sperrung von Killerspielen ins Gespräch gebracht. “Wir prüfen das ernsthaft”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Freitag-Ausgabe).
Das ist genau das von vielen Kritikern befürchtete Szenario, das neben der Sperrung von Inhalten aus dem Bereich der Kinderpornografie (das sich noch dazu für die wirklich Interessierten kinderleicht umgehen lässt, wie etliche Experten gezeigt haben) auch Begehrlichkeiten geweckt werden, weitere Inhalte “wegzusperren” wie z.B. islamistische Websites, Killerspiel-Inhalte oder sonstiges “unerwünschtes Machwerk”.





