Celemony Melodyne: Akkord-Arbeit

von Gabriel am 15.04.2008

Celemony Melodyne SoftwareSeit einigen Jahren gibt es eine Software, mit der Musiker ihre Melodien im Studio so bearbeiten können, dass die falsch gesungenen Töne einfach ausgetauscht bzw. zurechtgebogen werden. Die Leistung der Software ist auf vielen Alben – auch namhafter Stars – zu hören, nur merkt das natürlich keiner, was auch so gewollt ist.

Qualität setzt sich trotzdem durch

Trotzdem gilt natürlich nach wie vor: von nix kommt nix. Wer vorher eine schlechte oder unangenehme Stimme hat, der wird auch hinterher nicht klingen wie Mariah Carey oder Whitney Houston. Es ist so ähnlich wie bei der professionellen Fotobearbeitung: ein schlechtes Foto nachzubarbeiten ist durchaus möglich. Programme wie Photoshop und andere bieten vielfältige Möglichkeiten. Für die richtig guten ist aber ein ordentlichen Grundmaterial nötig. Sonst wird es allenfalls nur “gut”.

Bisher: nur Melodien “verbiegen”

Die “alte” Version von Melodyne konnte die Töne einer Melodie analysieren und anschließend konnten die Töne fast beliebig in der Tonleiter nach oben und unten verschoben werden. Das hat den Arbeitsalltag vieler Musiker und Produzenten entscheidend vereinfacht. Wenn die Sängerin oder der Sänger im Studio zum 12. Mal das Ende des Refrains versemmelt hat, konnte hier einfach nachgeholfen werden.

Celemony Melodyne Plugin

Direct Note Access?

Mit der Direct Note Access (Direkter Noten-Zugriff) getauften Technologie wird es nun sogar möglich sein, Akkorde in die Einzelbestandteile (die Töne) aufzuspalten und diese nachträglich zu verändern. Das gab es bisher nicht und dürfte eine riesige Welle in der Landschaft der Musikschaffenden auslösen.

Direct Note Access mit Melodyne

So können zum Beispiel die einmal eingespielten Akkorde einer Gitarre, die jeder noch vom Abend mit Musik am Lagerfeuer kennt, in ihre einzelnen Töne zerlegt und anschließend angepasst werden. Mit diesem Thema hatten sich Techniker aller Herren Länder seit Jahren beschäftigt.

Deutsche Wertarbeit aus München

Der Erfinder der Software – Peter Neubäcker – hat die Software zwar erdacht, aber die neue Version wurde von einem Team von mehreren Programmierern entwickelt. Mittlerweile arbeiten mehr als 20 Leute für die Softwareschmiede aus dem Süden Deutschlands.

Peter Neubäcker - Celemony

Vorstellung des Produkts mit Video (unbedingt anschauen): celemony.de

Bei der Englischen Variante der “Keyboards” gibt es derzeit ein Gewinnspiel, bei dem die $299 teure Software unter den Teilnehmern verlost wird. Die Teilnahme ist bis zum 8. Mai 2008 möglich (Bedingungen auf der Website): Zum Gewinnspiel bei der Keyboards »

Was denkt Ihr über das Nachbearbeiten von Gesangsstimmen und eingespielten Spuren? Ist das OK oder geht da etwas verloren in der Musik? Hast Du eine Meinung dazu? Her damit!

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