Falsche Todesmeldung zu Steve Jobs

von Gabriel am 02.02.2009

Es ist nicht zum ersten Mal passiert: die Nachricht über Steve Jobs Tod verbreitete sich wieder mal rasend schnell durchs Netz, und zum Glück war es auch dieses Mal nur eine Ente.

Ein aberwitziger Hacker hatte eine Meldung im Stil des Wired-Magazins gestaltet und anschließend über eine Lücke im System auf die Wired-Server hochgeladen. Die so präparierte Grafik wurde dann als Link im Netz herumgeschickt. Selbstverständlich verbreitete sich die Nachricht sehr schnell, z.B. auf Twitter. Dort erkannten auch gleich mehrere Nutzer, dass es sich um einen Fake handelt.

Geschmacklose Effekthascherei

Dass die Zeitungen und Magazine das Privatleben von Steve Jobs nicht aussparen bei der Berichterstattung ist bekannt und zum Teil verständlich – geht es doch um den “Anführer” einer ganzen Computer-Nutzer-Generation der einem Aktiennotierten Unternehmen voransteht, das in den letzten Jahren eine sehr Erfolgreiche Phase durchlaufen hat.

Die bewusste Falschmeldung über den Tod eines Menschen geht jedoch eindeutig zu weit, wenn das Ziel ist, eine Sicherheitslücke aufzudecken und den maximalen Eindruck damit zu erzeugen. Einen Fehler hätte er auch anders publik machen können. Kaum jemand wird sich an die Sicherheitslücke erinnern, aber jeder an die Falschmeldung über den Tod von Steve Jobs.

So kann mann nur hoffen, dass die alte Regel: “Totgesagte Leben länger” auch dieses Mal Gültigkeit behält und sich Jobs nach seiner gesundheitlichen Auszeit wieder richtig reinknien kann.

Bericht auf Wired zum Vorfall (englisch)

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