feedscrub.com: RSS-Filter-Dienst
von Gabriel am 15.01.2009
Feedscrub ist ein Filterdienst für RSS-Feeds, der eine Lösung für die stetig steigende Informations-Flut bieten will. Die Feeds sollen regelrecht “reingewaschen” werden, von den Nachrichten, die den Benutzer nicht so brennend interessieren. Wie gut das funktioniert muss sich erst noch zeigen, der Ansatz ist auf jeden Fall sehr interessant.

Wie funktioniert feedscrub?
Das Prinzip ist einfach: die abonnierten Feeds werden durch das feedscrub-System “durchgeschliffen” und der Filter kann auf die Bedürfnisse des Nutzers trainiert werden. Das funktioniert ganz einfach über die Verwaltungsoberfläche in Feedscrubs selbst, indem pro Eintrag in der Beitragsliste ein positives oder negatives Votum für den Beitrag abgegeben werden kann:

Je besser der Filter trainiert ist (rechts gibt es eine prozentuale Anzeige) umso passender soll die Auswahl der Beiträge für den Benutzer sein. Der aus der Filterung resultierende Feed kann wiederum durch einen Klick auf einen entsprechenden Button in Google Reader abonniert werden (weitere Reader sollen bald folgen – die Verwendung der Feeds durch manuelles Kopieren funktioniert auch jetzt schon). Auch die Bewertung (“save” oder “scrub”) kann direkt im Feedreader erledigt werden. Unter jedem der so abonnierten Beiträge befinden sich zwei Buttons:

Closed Beta-Phase mit Einladung
Derzeit befindet sich der Dienst in einer closed-Beta-Phase, die nur auf “Einladung” betreten werden kann. Im Unternehmensblog werden einige Seiten genannt, auf denen noch ein Einladungs-Code zu ergattern ist. Die Welle der Ausprobierenden hinterlässt allerdings gerade ihre Spuren und sorgt dafür, dass der Dienst zeitweise nur recht langsam zu erreichen ist. Daher ist es im Moment auch nicht möglich, mehr als drei Feeds per feedscrub zu verwalten, was zukünftig wieder nach oben angepasst werden soll.
Hier noch ein (englischsprachiges) Video, das die Verwendung ganz gut auf den Punkt bringt und die Einfachheit demonstriert:
Bayesian Filter ausreichend?
Inwieweit das auf der Bayesian Filtering-Methode basierende Verfahren (das auch in vielen Systemen zur Spam-Erkennung eingesetzt wird) ausreichend ist, um die Informations-Befürfnisse zu befriedigen muss erst noch bewiesen werden.
Denkbar wäre auch, die Nutzerbeteiligung zu analysieren (also Funktionen ala “Nutzer die diesen Feed-Eintrag mochten, interessierten sich auch für” etc.) und entsprechend zu berücksichtigen. Wir sind (schon aus eigenem Interesse) gespannt auf die weitere Entwicklung in diesem Feld und bleiben dran.
Zum RSS-Filter-Anbieter Feedscrub (englisch)
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