Google Native Client: Applikationen im Browser

von Gabriel am 10.12.2008

Wie bei Sitepoint zu lesen ist, arbeitet Google an einer Technologie, die es ermöglichen soll, Applikationen direkt im Browser auszuführen, die wesentlich mächtiger als die existierenden Flash-, Silverlight- oder Java-Applets sind. Mit “Native Client” wird es möglich sein, in Webapplikationen x86-Code direkt im Browser auszuführen. Dazu ist allerdings die Installation einer Runtime Environment und eines Browser Plugins notwendig.

Browser- & System-übergreifende Nutzung

Das System soll Browser- und Systemübergreifend funktionieren (also zumindest auf Windows, MacOS und Linux lauffähig sein) und ist derzeit hautpsächlich an Entwickler gerichtet. Die ersten professionellen Anwendungen sind also in nächster Zeit noch nicht zu erwarten, was auch an der mangelnden Verbreitung scheitern würde.

Mit Sicherheit!?

Da die Technologie auch ein großes Sicherheitsrisiko darstellen könnte (wie seinerzeit bei ActiveX) hat Google sich dazu entschieden die Entwicklung unter einer Open Source Lizenz durchzuführen, um so möglichst viele interessierte Sicherheitsexperten mit ins Boot zu bekommen.

Das Projekt könnte sich als erstaunliche Entwicklung erweisen, denn “mehr Power” ist im Umgang mit Rechnern immer gefragt. Das ist besonders bei den immer häufiger genutzen Webapplikationen der Fall, die gegenüber herkömmlichen Programmen noch Nachholebedarf haben. Und es ist nicht zu erwarten, dass die mit der Idee konkurrierenden Technologien (Flash etc.) in nächster Zeit einen derartigen Quantensprung hinlegen.

Revolutionierung der Games im Browser

Auch für die Spiele- und Entertainment-Welt dürfte das von Bedeutung sein. Es wäre nicht das erste mal, dass die Bedürfnisse und Wünsche der Gamer die Entwicklung einer Technologie beschleunigen. Zocken wir bald alle Quake im Browser? Wir sind gespannt!

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