Probleme mit iPhone Grund zum Wechsel

iPhone 3G

Dass auch beim iPhone Probleme bei der Nutzung auftauchen, ist nicht weiter verwunderlich – eine derartige Erfolgsgeschichte kann kaum ohne “Opfer” vonstatten gehen. Apple hat allerdings Glück, dass viele Nutzer es dem Unternehmen scheinbar nachsehen und in Ermangelung echter Alternativen sehr geduldig mit dem Handyhersteller sind.

Die Probleme sind vielfältiger Natur, je integrierter die Endgeräte sind, umso wahrscheinlicher ist ein Verhalten wie vom Rechner her bekannt: Applikationen stürzen ab, Prozesse hängen sich auf und antworten nicht und (für den Nutzer) undefinierbare Eigenarten beeinflussen die Bedienung negativ.

Einige prominente Blogger, die bisher dem iPhone-Lager zuzuschreiben waren, sind jetzt auf Android-Pfaden unterwegs: so zum Beispiel die US-Blogger Shoemoney und Chris Brogan, die derzeit das Motorola Milestone (in den USA unter dem Namen “Droid” vertrieben) ausprobieren. Der Grund hierfür ist auch die wachsende Unzufriedenheit mit dem iPhone.

Probleme mit iPhone

Shoemoney und Brogan beschreiben verschiedene Probleme, so sind unter anderem die unterbrochenen Gespräche ein großes Ärgernis für beide, was allerdings weniger ein unmittelbares Problem des iPhone, sondern vielmehr der Netzqulität von AT&T ist. Da dort wie hierzulande eine quasi-Exklusivität für einen Anbieter besteht, kommt dies aber auf’s gleiche für den Endkunden heraus.

Jeremy sehnte sich schon länger danach, selbst Programme schreiben, auf dem Telefon installieren und Applikationen im Hintergrund laufen lassen zu können. Eine Möglichkeit die beim nicht gejailbreakten iPhone so nicht funktioniert.

Auch die Alternative ist nicht ohne Makel

Zuerst waren beide Blogger recht zufrieden mit dem Android Phone von Motorola, doch auch dort zeigten sich schnell einige Probleme, die dem ungetrübten Smartphone-Spaß etwas entgegenstehen. Spätestens das kommende Jahr wird zeigen, wie gut sich Android als Plattform gegenüber dem iPhone behaupten / beweisen kann. Möglicherweise erwartet Android das gleiche Schicksal wie Linux seit Jahren erfährt: die größere Offenheit des Systems ermöglicht dem Endkunden eine freiere Entfaltung, die Entwicklung schreitet stetig voran, aber trotzdem erreicht der Marktanteil keine nennenswerte Größe im Endkunden-Bereich.

Wären die Probleme mit dem iPhone ein Grund für Dich zum Wechsel zu Android oder einer anderen Plattform (welche)? Deine Meinung? Her damit!

3 Kommentare to “Probleme mit iPhone Grund zum Wechsel”

  1. René

    Dez 10th, 2009

    Die iPhone-Probleme (technisch- als auch politisch-basierend) sind für mich ein Grund, es nicht zu kaufen. Obwohl ich lange damit geliebäugelt habe. Aber als gebranntmarkter Apple-Kunde (MacBook Pro mit OS X) lernt man ja aus der Vergangenheit und beobachtet erstmal die Marktentwicklung. Die Apple-Droge hat glücklicherweise ihre Wirkung verloren.

    Gleiches (Beobachten der Marktentwicklung) gilt aber auch für Android-Geräte. Hier habe ich aber weniger Misstrauen bzgl. der Plattform. Die Offenheit und größer werdende Verbreitung lässt auf ein besseres System hoffen als es beim iPhone der Fall ist. Mir fehlen einfach noch ein paar Features, die mich zum Kauf eines Gerätes motivieren würden. Die nächste Android-Version scheint diese Mängel aber beseitigt zu haben.

    Womit ich ebenfalls liebäugle ist das Palm Pré. Wenn man es einmal in der Hand hatte, will man es nicht mehr hergeben. Das Gerät ist einfach genial: knuffig, smart und einfach zu bedienen. Und hat ebenfalls mit WebOS ein Linux-basiertes, offenes System.

    Wenn sich die Linux-basierten Smartphone-Plattformen genauso gut und durchdacht entwickeln, wie Ubuntu, dann steht einer steigenden Akzeptanz beim Kunden nichts im Wege. Und da die Firmen dahinter kommerzielle Interessen verfolgen, ist das schon fast eine Garantie.

  2. René

    Dez 14th, 2009

    Auf heise.de gibt es einen interessanten Artikel iPhone-Fans leiden unter dem Stockholm-Syndrom.

    Ich kann das persönlich bestätigen. Nicht auf das iPhone, sonder auf alle Apple-Produkte bezogen. In meiner “Apple ist soooo toll”-Phase habe ich Probleme ignoriert bzw. schön geredet und Apple immer wieder verteidigt. Das Phänomen war auch bei anderen “Switchern” zu beobachten. Schön, dass das jetzt mal endlich jemand mit einer Studie untermauert. Ein Grund für dieses Verhalten fällt mir bis heute nicht ein. Eventuell hat es etwas mit dem Design der Produkte zu tun, welches eine Art Unschuldigkeit vermittelt.

  3. Gabriel

    Dez 14th, 2009

    Hehe lustige Sache. Vielleicht wird ja das Stockholm-Syndrom dann irgendwann in iPhone-Syndrom, oder Apple-Syndrom umbenannt ;)

    Das trifft wohl auf jegliche Formen von Fanboy-tum zu, wie es offenbar auch bei Dir in der Vergangenheit mal zugeschlagen hat.

    Meine Theorie: immer weniger Menschen unseres Kulturkreises sind Anhänger einer Religion – trotzdem hat der Mensch ein Bedürfnis danach, sich einer Sache zu verschreiben, dafür zu kämpfen, auch wenn er nicht alle Teilbereiche selbst überschauen / beeinflussen kann und sich als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen (vgl. Parteien). An diese Stelle tritt dann beispielsweise die (von einigen fast religionsgleich ;) vereherte) Marke.

    Außerdem kommt hinzu, dass die Kosten für Apple-Produkte, durch die sehr bewusst so aufgebaute Preisgestaltung über denen der meisten anderen (…naja halbwegs vergleichbaren) Produkte liegen.

    Ist der Kauf erst einmal geschehen, dann versucht das Unterbewusstsein den getätigten Kauf zu rechtfertigen und “erfindet” notfalls Dinge, die gar nicht da sind, um den eigenen “Fehler” nicht eingestehen zu müssen – sogar wenn er offensichtlich ist. Diese “Auflösung der kognitiven Dissonanz” ist eine sehr alte Verhaltensweise des Menschen, die im Normalfall hilft, mit der Welt besser klar zu kommen.

    Zusätzlich muss man sagen, dass die Produkte ja durchaus sexy und gut gemacht sind. Was die meisten Kritiker nennen sind ja auch hauptsächlich fehlende Offenheit und Dinge wie fest verbaute Akkus und nicht etwa die User Experience.

    Vielleicht helfen diese Punkte Deiner Suche nach den Gründen etwas auf die Sprünge.

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