Wird iTunes geschlossen?
von Gabriel am 02.10.2008

Apple droht damit, iTunes kurzfristig einfach abzuschalten, da der Shop nicht mehr kostendeckend arbeiten könne, wenn die Zahlungen für die Künstler steigen.
Was ist passiert?
Die National Music Publishers Association (NMPA) hat einen Antrag darauf gestellt, dass die Zahlungen pro Song von derzeit etwa 9 auf ca. 15 Cent steigen sollen. Apple zahlt Schätzungen zufolge etwa 70 Cent an die Labels aus, die dann ihrerseits wiederum die 9,1 Cent an die Künstler und Verlage weitergeben. Doch diese werden kaum mehr zahlen wollen und auf einen Teil ihrer Einnahmen verzichten. Heute wird das Copyright Royalty Board (CRB) in Washington darüber entscheiden.
Apple wiederum arbeite am Limit und könne nicht mehr zahlen pro Song, wenn Geld verdient werden soll. Apple iTunes Chef Eddy Cue ließ verlauten:
“Apple has repeatedly made it clear that it is in this business to make money, and most likely would not continue to operate [the iTunes music store] if it were no longer possible to do so profitably.”
Oder sinngemäß auf Deutsch übersetzt:
Apple hat wiederholt klargemacht, dass es sich in diesem Business engagiert, um Geld zu verdienen und lieber [den iTunes Store] nicht fortführen würde, wenn es nicht mehr möglich wäre dies profitabel zu tun.
Klare Worte von der Apple-Front, allerdings muss das auch ein wenig berücksichtigt werden, dass ähnlich zu Gewerkschaftsverhandlungen vorher immer “dicke Statements” abgegeben werden um den Gegner schon mal etwas weich zu kochen. Es wird also also alles nicht so heiss gegessen wir es gekocht wird.
Außerdem betrifft das erst einmal nur den US-Amerikanischen iTunes-Store, für deutsche iTunes-Fans besteht also erst einmal kein Grund zur Beunruhigung.





