WLAN Tapete – Frequency Selective Surface (FSS)
von Gabriel am 09.10.2009
Die allgegenwärtige Spionage-Wut verschiedenster Gruppierungen und die gegenteilige Kraft der Menschen, die Betriebsgeheimnisse oder einfach ihre Privatsphäre davor schützen wollen, schaukelt sich in den letzten Jahren stetig weiter hoch. Aus der Rüstungs-Industrie ist jetzt eine Technologie bekannt geworden, die dazu dienen soll, die Funkstrecke für bestimmte Frequenzen zwischen Außenwelt und Innenraum wirkungsvoll zu unterbrechen bzw. zu ermöglichen: FSS (Frequency Selective Surface)
FSS (Frequency Selective Surface)
Dabei geht es darum, dass die “Tapete” entweder nur bestimmte Frequenzbänder hindurchlässt und alle anderen abdämpft oder anders herum nur bestimmte Frequenzen herausfiltert. Das ist der entscheidende Unterschied zum bekannten Faradayschen Käfig und Kupfer-Folie-Schutzmantel, in dem auch die erwünschten Frequenzbänder abgedämpft werden.
WLAN blocken – Mobilfunk durchlassen
Durch die FSS-Technologie könnte also z.B. WLAN komplett nach außen geblockt werden, Mobilfunk-Strahlung aber problemlos die WLAN-Blocker-Tapete passieren. Das Ganze funktioniert mit hauchdünnen Trägermaterial das beidseitig mit Kupfer beschichtet ist und feine “Rillen” in einem bestimmten Muster eingearbeitet hat, die dann einen Durchlass ermöglichen. Durch Schichtung und zwischengeschaltete Dioden könnte die Funktion sogar nur bei Bedarf aktiviert werden.
Nicht verschwiegen werden soll die Ursache dafür, wieso das Material in der Rüstungsbereich Anwendung finden könnte: Flugzeuge könnten mit diesen Mitteln von den Radar-Schirmen der jeweiligen Feinde verschwinden, wohingegen die eigenen ausgesendeten Wellen problemlos nach Außen dringen könnten.
Preis der “Anti WLAN-Tapete”
Die Preise sind aufgrund der geringen Fertigungszahlen und hoher Entwicklungskosten natürlich noch recht hoch: £ 500 für einen Quadratmeter der Tapete sind nicht gerade billig. Aber durch die Ausweitung der Produktion wird der Preis vermutlich etwa bei £ 50 pro qm ankommen.
Umfangreicher erklärte technische Details gibt’s bei heise.de





